Antwort dialog-2015 (Reiko Beil) / Eberhard Schmidt » E-Mail

E-Mail an Eberhard Schmidt von Reiko Beil (dialog-2015)

Antwort auf Kommentar zu Newsletter „Der Dumme bleibt zu Hause oder doch anders?“

Hallo Herr Schmidt,
danke für Ihren umfangreichen Kommentar.
Problem mit dem am Arsch vorbeigehen ist allerdings, dass dies auch nicht die Lösung sein kann.
Die einen gehen auf die Straße und die anderen versuchen vermeintliche Schwachstellen unseres zwischenzeitlich teilweise sehr fragwürdigen Demokratiesystems zu hinterfragen. […]

[…] Wenn Sie mit dem Herrn Eberhard Schmidt identisch sind, welcher den einen oder anderen Facebook-Kommentar zum Thema Pegida-Bewegung abgibt, liegen wir in bestimmten Positionen doch gar nicht so weit auseinander und auch Ihnen geht somit der Punkt Demokratie und Mitbestimmung nicht am Hinterteil vorbei.
Um etwas zu ändern muss man aber das System auch verstehen und Schwachstellen herausfinden und diese in Folge dann auch nach außen tragen.
Dass in diesem Land gehörig etwas schief läuft wissen wir alle. Allerdings muss der Bürger auch darauf hingewiesen werden wo die Ursachen liegen und vor allem wie man diese beheben kann.
Unser Ziel ist es zu vermitteln, dass Volksentscheide auf Bundesebene so einiges verändern können in diesem Land. Der Weg zum Volksentscheid und einem damit verbundenen größeren Mitspracherecht der Bevölkerung ist eigentlich so greifbar nah aber wiederum doch so fern, da es schwierig ist dem Bürger zu vermitteln, dass uns das Recht auf Mitbestimmung bereits eingeräumt ist, wir aber die aktuell 631 Bundestagabgeordneten dazu bringen müssen eine Grundgesetzänderung herbeizuführen. Dafür lohnt es sich notfalls auch auf die Straße zu gehen.
Für nicht mehr und nicht Weniger.
In Folge kann dann eine Reform des Wahlrechts zur Umsetzung kommen, was unter anderem dazu beitragen würde, dass in Berlin wieder Leute sitzen, welche den Titel Volksvertreter mit tatsächlicher Berechtigung tragen.
Also Herr Schmidt, die Sache lieber nicht am Arsch vorbei gehen lassen sondern an der richtigen Stelle Druck machen. Aus unserer Sicht sind die Bundestagsabgeordneten der richtige Ansprechpartner. Diese Herrschaften müssen den Volkswillen auf mehr Mitbestimmung in den Bundestag einbringen, der Rest ist vom Gesetzgeber vorgegeben.
Bringen wir 2/3 der 631 Abgeordneten dazu für Volksentscheide zu stimmen dann können wir als Volk mitbestimmen und das letztendlich ist doch unser aller Ziel. Oder täusche ich mich da?
Schönen Feiertag noch.
Beste Grüße

Reiko Beil

Antwort Reiko Beil (dialog-2015) an Eberhard Schmidt

Antwort Reiko Beil (dialog-2015) an Eberhard Schmidt

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Quelle: dialog-2015 vom 14.05.2015


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